Gefühlskerker

Afrohorst, Strulleman und Bodo versuchen die Gefühle im Zaum zu halten.Wohin mit all den Gefühlen,
wenn derjenige für den sie sind,
sie nicht haben mag?
Sperre ich sie ein,
fressen sie mich von Innen auf.

Ist jemand stark?
Kann ich bei jemandem
meinen Haufen
gelabelter Gefühle abladen?

Wie das Technomonster lechzt,
nach frischen Gefühlen,
wandert auch meine Seele zu ihm.

In die Unendlichkeit

Technomonster Technofee und Zwang der Unendlichkeit ins Auge zu blicken

In der Unendlichkeit ertrinkende Seelen

In die Unendlichkeit
unendlich weit
unendlich Leid.
Mein abarter Körper,
meine abarten Gedanken,
vergehende Enden
des unendlichen Fraktals.
In jedem verkümmernden Ast
alles nochmal –
unendliche einsame Seelen
die sich gemeinsam quälen.
In jedem Moment,
jeder Gedanke,
jedes Gefühl,
immer alles in Allem.
Auch die Lösung:
versteckt,
den Ausweg:
entdeckt.
Einen Augenblick nur
vor der Ewigkeit retten
zersprengt ihre Ketten!
Unvollendet
im hier und jetzt –
in vollkommenem Einklang
die Regel verletzt.

Leaving Las Vegas

Strulleman zieht aus zu neuen Abenteuern.

Einer der auszog das Fürchten zu lehren.

Der jugendliche Strulleman verlässt seine Heimat um den Kampf mit dem Technomonster aufzunehmen, nichts ahnend wie viel Furcht er selbst verbreiten wird.

Loslassen

Nur was ich loslassen kann, kann mich zufrieden machen.

„Nur was ich loslassen kann, kann ich zufrieden machen.“

Den Schmerz des Verlustes überwindend entlässt, nach einer Ewigkeit, eine eher menschliche Variante des Technomonsters seine Gefangene, die Fee, in die Freiheit.

 

The Door I Hide

Skizze der Türe die ich versteckke

Die Türe die ich verstecke

Wann wenn nicht jetzt. Endlich wieder dramatische Texte. Die Brust zerreißen wollende Herbstgefühle die von umso größeren Dunstwolken im Zaum gehalten werden. Dumpfe Schwermut in dem Wissen, dass der Winter dem Frühling voran geht. Einsamkeit und Sehnsucht unterdrückt von Ängsten und Antriebslosigkeit.
Eine Blume die sich schließt, die Schale über die kalten Tage zu Holz werden lässt.
Unerreichbar schwebe ich zwischen den Teilen. Der Interaktionen fern beobachte ich und habe nicht Teil. Der Herbst.
Früher hätte ich jetzt Tocotronic gehört und Bong geraucht. Heute höre ich Elektro und rauche Bong.
Der Stand der Dinge?
Zunächst mal war ich noch nicht auf dem Mars. Zeitlich befinden wir uns am Anfang des Schwarzen Buches. Es ist Herbst.
Ich sitze in der Küche und befinde mich erneut auf dem Weg zur Türe. Vornehmlich zum letzten mal. Die Türe die ich vor mir selbst verstecke. Die ich immer wieder finde, durchschreite. DIe Tür zur Erkenntnis. Die Pforte der Wahrnehmung. Der Ursprung jeder Wiederholung, die Tür zu mir selbst.
Erneut versteckt, erneut auf dem Weg, der Suche.
Doch die Türe ist immer da.

Hier gibts ein passendes Gedicht.

Du brichst mir das Genick

Die Türe die ich Verstecke

Ich lehne mich zurück,
und verlass mich auf mein Glück.
In diesem Augenblick,
brichst du mir das Genick.
Technomonster.
Es gibt kein Haus hinter der Tür,
denn auch das Haus ist überall.
Zwar ist der Weg nicht das Ziel,
doch das Ziel überall im Weg.
Ich hab es als Türe versteckt,
die ich immer wieder durchschreite,
verstecke und suche,
vermute und verfluche,
ahne und versuche
uns beide zu vernichten,
wie in den Technomonster-Geschichten.