Wunschbandit

Afrohorst klammert sich an den WunschbanditenGedankenchaos in meinem Kopf,
mein Herz ist auf!
Überrannt von Angst und Glück,
macht mich die Liebeswalze platt.
Schleudertrauma meiner Hoffnung –
ich klammer mich fest
am Arm des Wunschbanditen.

Runde um Runde
drohe ich mich zu verlieren,
mein Herz sich zu zerreißen,
mein Verstand sich auf zu nagen.
Und ich halte mich fest an dir,
doch du bist nicht hier.
Ich halte mich fest,
ich vertraue dir!

Ein bisschen springen

Afrohorst springt für sein Mädchen ins Leben

Es gibt kein „ein bisschen lieben“,
wenn ich liebe,
liebe ich bedingungslos!

Es gibt kein „ein bisschen vertrauen“,
wenn ich vertraue,
vertraue ich bedingungslos!

Es gibt kein „ein bisschen leben“,
wenn ich lebe,
lebe ich bedingungslos!

Dem Leben vollständig ausgeliefert,
riskiere ich alles,
um dabei alles zu gewinnen!

Vor dem Klo in der Bucht

Afrohorst mit Girl, händchenhaltend vor der Sonne

Vor dem Klo in der Bucht

Alles was ich mir wünsche,
kann nur passieren,
wenn ich riskiere,
dass es nicht passiert.

Alle meine Träume,
lass ich sie fliegen,
können sie platzen.

Ich kann nur fühlen,
wenn ich mein Herz öffne.

Ja, Leben!

Hoffnung

Die Blume der Hoffnung wächst in der Wunde

Hoffnung

Die Welt um uns ist kalt und trist,
weil jeder leider immer neu vergisst,
was im echten Leben wirklich wichtig ist
und es schmerzlich doch vermisst.

Wir unterwerfen uns den grauen Massen
und merken nicht, wie wir dabei verblassen.
Während wir in Schulen das Leben lernen
sehen wir zu, wie unsere Träume sterben.
Wir geben alles, erklimmen Karriereleitern,
während wir beim Glücklich werden scheitern.
Unsere Hoffnung verstecken wir in Dingen,
die uns am Ende kein Stück weiter bringen.
So trotten wir dahin mit unserer Herde
und zerstören dabei unsere Erde.

Die Welt um uns ist kalt und trist,
weil jeder leider immer neu vergisst,
was im echten Leben wirklich wichtig ist
doch irgendwer behauptet, dass er‘s wüsst.

Wir wissen unser Leben ist nicht richtig
und suchen verzweifelt nach dem Lichtblick.
Voll Hoffnung lassen wir uns alles erzählen
um uns damit, dann selbst zu quälen.
Wir befolgen die Regeln anderer Leute –
so machen wir uns zu ihrer Beute.
Beim Versuch ihre Ziele zu erreichen,
lassen wir zu, wie unsere verbleichen.
In diesen Käfigen leben wir dahin
und vergessen, wer wir wirklich sind.

Die Welt um mich ist kalt und trist,
weil jeder leider immer neu vergisst,
was im echten Leben wirklich wichtig ist
und auch du, wie ich, nicht anders bist.

Voll Einsamkeit laufe ich neben dir.
Doch wir beide sind nicht wirklich hier.
Wir zeigen uns unsere schillernden Masken.
Doch wagen nicht unsere Seelen anzutasten.
Auf der Suche nach der großen Liebe
finden wir nur Hüllen und befriedigen Triebe.
Statt den Vorhang zu Seite zu schieben
versuchen wir uns in Form zu biegen.
Aus Angst unsere kranken Seelen zu zeigen.
spielen wir im Theater, während wir Leiden.

Gedanken in Jaipur

Konzert im Park

Konzert im Park

Mit dem Bus gehts zum Zug, mit dem Zug in die Hauptstadt Rajhastans. Am Bahnhof quetschen sich hunderte aus beiden Richtungen durch eine kleine Lücke im Zaun. Tatsächlich bin ich irgendwann samt Rucksack durch. Wir entfliehen den Tourikommissionsfängern, entscheiden uns zu Fuß auf Hostelsuche zu gehen.
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Es ist schon seltsam..

Ein glücklicher junger Stern
Es ist schon seltsam, selbst wenn du mir schreibst, ohne dass wir uns sehen können, ohne Spiegelneuronen und ohne die Gewissheit, dass die wichtigen Worte ankommen, ist es als hältst du mir einen Spiegel vors Gesicht, die Seele, was auch immer.

Weißt du, was mir gerade passiert, ist das Gefühl zu haben anzukommen. Endlich. Ich sitz grad im Bus, es wackelt, ich schau aus dem Fenster, seh unfertige Backsteinhäuser, Straßenverkäufer, große gelbe und grüne Flächen und bin in mir zufrieden. Nicht weil ich wirklich hier räumlich ankomm und Indien mein neues zu hause wird (also, vlt. ein bisschen), sondern weil ich ruhig bin, weil soviel Druck weg ist, weil ich Zeit hab und mich frei fühl.

Du hast sehr recht, wenn du vom nicht freien los ziehen schreibst, und irgendwie haben wir ja auch viel darüber gesprochen. Ich bin also nicht frei los gezogen, Es sind aber nicht nur Strumpfhosen, es gibt Eltern die Weihnachten nicht ohne mich sein wollen, Omas die alleine sind und sich große Sorgen machen, einen Bruder der 30. Geburtstag hat, einen besten Freund dessen Trauzeuge ich bin, einen Menschen der sagt er würde alles tun um wieder ein leben mit mir zu teilen. Und dich, die du von meiner Wirkung auf Menschen schreibst.

Es gibt einen weg Richtung Freiheit, auf dem bin ich gewandelt als ich in Schweden war, davor und danach. Einen Weg der Einsamkeit, des Loslassens, des Verbindungenkappens. Den bin ich ziemlich extremistisch gegangen. Du hast mir gesagt wie viel ich auf diesem Weg verpasse. Ich weiß/wusste das es nicht der Weg zu meinem Ziel ist, er hat mich aber sehr viel näher gebracht und wird das auch in Zukunft. Aber es ist Zeit langsamer zu gehen. Die oben aufgezählten Dinge machen mir keine Angst, nicht das Gefühl unfrei zu sein. Sie freuen mich, wenn ich sie Wege nenne, werde ich einige eine Weile gehen, andere nicht und jeden werde ich irgendwann verlassen, wenn ich fühle das er mich nicht mehr in die richtige Richtung führt.

Ich hab mich von genug Dingen, Menschen, Wegen getrennt um mich wieder in mir zu hören. Bin also wirklich irgendwie am Ankommen wo ich hin wollte.
Bin ich also frei? Zu einem großen Teil. Bin ich unfrei? Zu einem großen Teil freiwillig.
Viel wichtiger aber ist die Ruhe die ich anfange zu finden.