The Door I Hide

Skizze der Türe die ich versteckke

Die Türe die ich verstecke

Wann wenn nicht jetzt. Endlich wieder dramatische Texte. Die Brust zerreißen wollende Herbstgefühle die von umso größeren Dunstwolken im Zaum gehalten werden. Dumpfe Schwermut in dem Wissen, dass der Winter dem Frühling voran geht. Einsamkeit und Sehnsucht unterdrückt von Ängsten und Antriebslosigkeit.
Eine Blume die sich schließt, die Schale über die kalten Tage zu Holz werden lässt.
Unerreichbar schwebe ich zwischen den Teilen. Der Interaktionen fern beobachte ich und habe nicht Teil. Der Herbst.
Früher hätte ich jetzt Tocotronic gehört und Bong geraucht. Heute höre ich Elektro und rauche Bong.
Der Stand der Dinge?
Zunächst mal war ich noch nicht auf dem Mars. Zeitlich befinden wir uns am Anfang des Schwarzen Buches. Es ist Herbst.
Ich sitze in der Küche und befinde mich erneut auf dem Weg zur Türe. Vornehmlich zum letzten mal. Die Türe die ich vor mir selbst verstecke. Die ich immer wieder finde, durchschreite. DIe Tür zur Erkenntnis. Die Pforte der Wahrnehmung. Der Ursprung jeder Wiederholung, die Tür zu mir selbst.
Erneut versteckt, erneut auf dem Weg, der Suche.
Doch die Türe ist immer da.

Hier gibts ein passendes Gedicht.

Du brichst mir das Genick

Die Türe die ich Verstecke

Ich lehne mich zurück,
und verlass mich auf mein Glück.
In diesem Augenblick,
brichst du mir das Genick.
Technomonster.
Es gibt kein Haus hinter der Tür,
denn auch das Haus ist überall.
Zwar ist der Weg nicht das Ziel,
doch das Ziel überall im Weg.
Ich hab es als Türe versteckt,
die ich immer wieder durchschreite,
verstecke und suche,
vermute und verfluche,
ahne und versuche
uns beide zu vernichten,
wie in den Technomonster-Geschichten.

Goa 3 – Arambol – Die Ebbe nach der Flut

Arambol Sonnenuntergang

Mein Leben wird wieder ruhiger. Ich chille mit Jb., A. und F. Wir chillen am Strand, im Curlies, in der Gurubar. In Gedanken hat der Abschied begonnen.
Zusammen ziehen wir um, nach Arambol, zwei Strände weiter Richtung Norden. Mit unseren Rucksäcken beladen, laufen wir über einen Sandhügel zum Strand. Die Sonne hängt groß und rot über dem Horizont. Ich höre Trommeln, hundert bunte Menschen, Elfen, Feen, Prinzen und Zauberer trommeln, tanzen, klatschen, feiern den Sonnenuntergang. Meine Sicht verschwimmt. Ein Mädchen, sieht mich, lächelt, fragt – glücklich? Ich Antworte – ja. Hier ist es also, das Goa von dem ich geträumt hab. Weiterlesen

Rückwärts in den Süden

Delhi von Oben

Delhi von Oben

Drei Tage, drei Nächte, vier Busse. Zehn Stunden von Rishikesh nach Delhi, einmal schlafen, über Nacht nach Udaipur, nächste Nacht nach Mumbai und von dort mit dem nächsten Nachtbus nach Goa. Indiens Verrücktheit in Kompaktform – Touristen die unterwegs in Flaschen pissen, Busfahrer die Gras verkaufen, zwischendrin ein Hemd angedreht bekommen, Tüten rauchen im Bus-Cockpit, eine Mini-Jamsession mit den Papphüttenbewohnern am Busbahnhof, zur Belohnung gibts ein paar Chillumzüge, eine kleine privat Stadtrundfahrt auf dem Motorrad, die obligatorischen Rikshafahrer- und Buspreisverhandlungen. Endlich bin ich da, zurück in Goa, zurück in Anjuna. Nach einer Stunde Zimmersuche sitz ich in Badehose im Curlies, am Strand, guck aufs Meer und trinke Schwarztee – nichtsahnend der mächtigen Momente die auf mich zukommen. Weiterlesen

Yoga in Rishikesh

Ganges

Ganges

Rishikesh – die Hauptstadt des Yoga. Warum eigentlich da hin? Keine Ahnung. Aufjedenfall komm ich morgens mit dem Bus an. Zu siebt teilen wir uns eine Riksha, was mit Gepäck tatsächlich ein Kunststück ist. Ich hab kein Plan wos hier hingeht, lauf mit dem Mädel mit was neben mir im Bus saß.
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