McLeoad Ganj – Ungewisse Zukunft

McLeod Ganj (17)Ich komme nach McLeod Ganj, das Exilhauptquartier des Dalai Lamas.

.. und da ist sie auch schon, die ungewisse Zukunft. Ungewisse Gegenwart. Ms Mr, Strumpfhosen, ich spürs, bin unsicher, schiebe weg. Sie ist toll, ehrlich und mutig. Alles ändert sich.
Ein Zug, der Abgrund, endlich.
Alleine.

Aber noch besser,  der Loop. Gewohntes, vertrautes, zu Hause, warme vernichtende alte Wiederholungen und Muster. Tage vergehen, ich halt mich fest an meinem Strohalm. Festhalten. Hold on.
If you cant take it, hold on.
Hold on.
Hold on.
Wie lang? Wann hört es auf?
Es hört auf. Es geht weiter.
Hold on.
Und dann ist es ein Uhr, Sonntag Nacht.
Endlich.
Für diesmal zu Ende.

McLeod Ganj (20)Wers kennt weiß was gemeint ist: Die dunkle Seite des Kiffens. Ein Krümel ist genug.. Nach drei Tagen schafft der Rettungsstrohalm meiner Selle mir den Willen zu geben mich rauszuholen. Es folgen drei Tage Willensprüfung. Ich genieße die Ruhe, die Berge, die Aussicht, das gute Essen. Bewegen tu ich mich nicht viel. Vom Bett zum Essen aufs Klo ins Bett. Hörspiel hören.
Die Ruhe des Ortes strahlt auf mich ab. Für zwei Mark lass ich meine Jacke flicken.. immernoch umgekrempelte Ärmel. Am letzten Tag funktioniert meine Kreditkarte nich, und wie der Zufall so wil, beim nächsten Abhebeversuch mit EC fährt mir doch der Dala Lama im Auto vorbei. Die leute stehen am Straßenrand aufgereiht. Ein Mädchen neben mir fängt an zu Weinen. Ich muss gestehen, ein bisschen besonders war das schon.
Als es abends mit dem Bus los geht, bin fast ein bisschen traurig, zwei Wochen war ich jetzt hier, mein längstes eigenes zu Hause seid eineinhalb Jahren.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.