Jhodpur

Kuh im Müll

Kuh im Müll

Morgens machen wir uns auf zum Busbahnhof, wir wollen nachJhodpur. Wir versuchen es günstig, mit dem indischen Linienbus. Beim warten werden wir von einer Gruppe indischer Mädchen beäugt, irgendwann lächeln sie uns zu, winken, wir quatschen.Versuchen es. Sie sprechen kaum Englisch, wir kennen nur drei Hindu Wörter. Sie spielen Basketball, sind auf dem weg zum Auslandsspiel. Zum Abschied gibts ein Gruppenfoto. Nach einer Stunde warten erfahren wir; dass der Bus einen Unfall hatte und nicht kommt, wir müssen einen anderen nehmen, einmal umsteigen.

Jetzt reisen wir wirklich unkomfortabel. Unsere Rucksäcke sind zu groß für die Kofferablage, wir müssen sie ständig auf den Schoß nehMen um Leute vorbei zulassen. Es gibt kaum Platz für die Füße, der Bus wackelt, ab und zu hebt man vom Sitz ab, wenn der Bus über einen Speedbraker kracht. den ersten Teil der fahrt genieß ich trotzdem. dann bekomm ich Kopfweh, mehr Kopfweh. Mir wird schlecht. Ich kann nicht schlafen. Mir wird heiß, mir wird kalt. Im Wechsel, mein Atem ist heiß, mir ist schwindelig. Die letzten zwei Stunden fahrt sind die Hölle. eingeklemmt in den Sitz, schwindelig, kalt und heiß, jemand neben mir will immer wieder mit mir quatschen, ich kann mich nicht konzentrieren, tu so als ob ich schlafe.

Endlich da. Riksha. Hotelzimmer. Ich schlafe. Den nächsten Tag auch, lesE von einem blauen Bären. Langsam wirds besser, abends trau ich mich ein paar Bissen zu essen. Am nächsten Tag soll es schon weitergehen. Mit dem Nachtzug. Mir gehts besser, aber ich hab noch immer Kopfweh. Trotzdem komm ich mit; noch ein bisschen durch die Stadt laufen. Zugtickets kaufen, natürlich am Schalter. Wir bekommen keine Platzreservierung, sind auf der Warteliste.

Jhodpur (14)Tagsüber, fahren wir mit dem Stadtbus zu einem Tempelgarten. Neben Kühen, Hörnchen und Hunden gibt es hier haufenweise Affen, die sich mit Brot füttern lassen. Ich sitz im Schatten, quatsch mit Indern, wir machen Fotos, ich bekomm einen Haufen süßer matschiger Kleinigkeiten geschenkt. Drei kleine Jungs verfolgen uns fast die ganze Zeit, sind stolz; dass sie uns kennen wenn andere Fotos mit uns machen wollen. Es ist Wahnsinn, wie interessiert die Menschen an uns sind, wie freundlich, wir werden mit fragen überhäuft, manchmal wird es ein bisschen viel, aber ich hab immer Spaß mit den Leuten zu reden.
Im Hostel buchen wir  beim Besitzer unseren Schlafplatz für den nächsten Halt, ein Hostel seines Onkels, der uns auch vom Bahnhof abholen wird. Luxus.

Abends, Nachtzug. Wir sind nicht von der Warteliste gerutscht, wir hoffen, dass wir trotzdem einen Platz finden, bekommen letztendlich einen vom Schaffner zugewiesen. Einen, zu viert. Ich leg mich mit meinem Kissen auf den Flur, lass mich durch schütteln, Inder steigen über mich, ich hör Musik, noch immer immer MsMr. Ich schlaf sogar ein bisschen.




 

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